Puzzleteile

9
Dez
2005

Advent, Advent ein Lichtlein brennt

..so hiess es früher mal. und so war es auch damals. Heute wird man geblendet, wenn man durch die Strassen geht. In allen Fenstern blinkt es wie auf einem Schützenfest. An den Häuserfassaden klettern gut genährte Plastikweihnachtsmänner nach irgendwo....
Ganz schlimm ist das Vorweggedudel der schönen deutschen Weihnachtslieder in allen Kaufhäusern. "Stille Nacht" im Einkaufsstress. schlimmer geht es doch wirklich nicht.
War die Adventszeit in meiner Kindheit wirklich so viel schöner, oder sieht das nur im Rückblick aus der Ferne so aus?
Wir haben uns damals noch die Nasen an den Schaufenstern der Spielzeugläden platt gedrückt und uns mit einem einzigen Adventskalender zufrieden gegeben. Der hatte ein kitschiges Winterbild mit viel Glimmer darauf. Schokolade war auch nicht drinnen. Abends haben wir im dunklen Zimmer vor dem Fenster Adventslieder gesungen und ab und zu lag dann mal eine kleine Überraschung vor der Tür.
Wir haben eine Krippe aus einem Schuhkarton gebastelt und immer, wenn wir besonders brav waren, durften wir einen Strohhalm hineinlegen, damit das Christkind nicht so hart liegen muss.....
Wünsche hatten wir natürlich auch. Mit viel Freude haben wir zusammen gesessen und Wunschzettel gemalt und sie anschliessend auf das Fensterbrett gelegt.
Es gab auch noch nicht den Stress der unzähligen Weihnachtsfeiern.
Es war Advent.

Eins meiner schönsten Weihnachtsgeschenke

habe ich vor vielen Jahren von einer meiner Töchter bekommen.
N. war damals acht Jahre alt und hatte im Sommer mit dem Blockflötenunterricht begonnen. Sie war von Anfang an musikbegeistert, was übrigens bis heute angehalten hat.
Sie hatte es sich damals in den Kopf gesetzt, zu Weihnachten ein Weihnachtslied spielen zu können. Doch der Flötenunterricht in der Schule ging ihr zu langsam vorran. Meine Schwester schrieb ihr ein Lied so um, dass N.es leicht spielen konnte. Nun kam ihre schwere Zeit des Übens. Selten war sie allein in der Wohnung. Sie erzählte mir hinterher, dass sie immer die Zeiten wenn ich mal schnell am Briefkasten war, oder ähnliches genutzt hatte.
Am Heiligen Abend stellte sie sich mit ihrer Flöte vor die Krippe und spielte. Vorn an ihrem Musikinstrument hing ein Geschenkanhänger mit der Aufschrift "Für Mami".
Ich war den Tränen nahe und werde diesen Augenblick nie vergessen

Einmal am Heiligen Abend

als wir vor der Bescherung alle um die Krippe im Wohnzimmer versammelt standen, beschwerte sich meine damals dreijährige Tochter.
Sie sagte " Mensch, heute hat doch Jesus Geburtstag und wir singen kein einziges Geburtstagslied! Können wir nicht auch Happy Birthday singen??"
Wir grinsten und gaben ihr recht. Anschliessend sangen wir alle "Happy birthday lieber Jesus..."
Ich hatte Tränen vor Lachen in den Augen, während das bei "normalen" Leuten höchstens bei "Stille Nacht" vor Rührung passiert

Ein ganz anderes Krippenspiel

Haben uns unsere Töchter einmal im Advent gezeigt.
Die Älteste war damals acht Jahre, die zweite, sechs und die Kleine drei Jahre alt.
Sie hatten Eintrittskarten gebastelt und F. und mich ins Wohnzimmer eingeladen. An ihren Verkleidungen war zu erkennen, dass N. Josef, K. Maria und A. ein Engel war.
Zuerst lief alles so, wie ich es ähnlich aus der Weihnachtsgeschichte kannte.
Doch dann kam alles anders !
Maria sagte zu ihrem Josef " So, mein lieber Mann, nun gehen wir wieder zurück nach Nazareth"
" Ohh nein !" antwortete Josef der erstaunten Maria. " ich gehe hier nie wieder weg!"
" Aber Josef, das geht doch nicht !" entgegnete Maria ihm. Doch Josef erklärte " Weißt du, zu hause muss ich doch nur wieder arbeiten. Hier bringen die Hirten uns immer was zu Essen und die Engel machen so schöne Musik, ich bleibe hier!!!"
Maria war am verzweifeln " Josef, du bist ein richtiger Faulpelz!"
" Das stimmt nicht, Maria" erwiderte Josef " Ich habe dir schon geholfen das Kind zu boren (kindliche Form von gebären) und alles, das kannst du nicht sagen, dass ich ein Faulpelz bin.."
" Mami!!!!! Sag N. mal, dass das nicht geht! So war das doch gar nicht!" beschwerte sich die verzeifelte Maria nun bei mir.
F. und ich mussten uns das Lachen sehr verkneifen.
Während der ganzen Szene lief A. übrigens immer um die Beiden herum und rief " Und ich bin das Engel...."
Ich weiss nicht mehr, wie wir das Josefproblem damals gelöst haben, aber dieses Krippenspiel werde ich nie vergessen.

Spannung

war in meiner Kindheit in diesen Tagen, die das Weihnachtsfest so nah und doch so unendlich weit weg erscheinen lassen, angesagt.
Längst waren meine Puppen und die meiner Schwestern auch aus dem Kinderzimmer verschwunden.
Wir wussten, dass wir sie am Heiligen Abend neu eingekleidet wiederfinden würden. In diesen Tagen wurde dann auch das Wohnzimmer abgeschlossen. Wir Kinder standen oft lange vor der Tür, um etwas zu hören oder vielleicht auch zu riechen. Sehen konnte man nichts. Es war eine spannende Zeit,
Ich erinnere mich an ein Jahr, in dem ich mir einen Puppenwagen gewünscht hatte.
Am Weihnachtsabend, schon während wir um die Krippe versammelt standen und sangen, liess ich meinen Blick durch das Zimmer schweifen. Ich blieb an einem merkwürdigen Gefährt hängen.
Als es dann an die Bescherung ging, sah ich mir diesen Wagen genauer an.
Er hatte vier Räder und einen Griff zum Schieben. Gemacht war er aus Bambusholz und aus schwarzen Kacheln. Es gab einen oberen und einen Unteren Teil. Ich war etwas enttäuscht und versuchte mich mit diesem Ding anzufreunden.
Ich setzte meine Puppe rein und schob durch das Wohnzimmer. Meine Eltern sahen mir verschmitzt lächelnd zu, wie sie später erzählten.
Mein Vater fragte mich, wie ich denn den Puppenwagen fände. " Ach..." antwortete ich " irgendwie hatte ich mir den anders vorgestellt, aber es wird schon gehen...."
Meine Mutter stubste ihn an und meinte, dass sie mich nicht länger leiden sehen könne.
Dann schob sie einen Sessel zur Seite und da stand er !
Ein richtiger Puppenwagen, der so aussah, wie die meiner Freundinnen auch.
Ich war glücklich und auch erleichtert.
Das andere Ding entpuppte sich als ein Teewagen, den meine Mutter sich gewünscht hatte.

Weihnachten in China

wird immer populärer habe ich in den Nachrichten gehört.
Verkleidete Studenten beglücken Kinder auf der Strasse mit Geschenken und auch Haie werden im Aquqrium vom Weihnachtsmann gefüttert.
Die Kirchen geben schon Platzkarten für die Christmette aus. Die kosten zwar nichts, aber um eine Spende von umgerechnet 5 Euro wird gebeten. Wenn man bedenkt, dass die Frauen, die in der Spielzeugfrabrik die Weihnachtsgeschenke herstellen, gerade mal einen Monatslohn von 70 Euro haben, ist der Sitzplatz in der Kirche schon Luxus.
Es geht überall ums Geld, wie schrecklich.
Liebe Leute, was war nochmal Weihnachten??
Kam da nicht einer um alle zu befreien, statt alle dem Konsum zu unterwerfen???

Der Schmierfink von 20six

schreibt weiter unter meinem Namen.
Ich schreibe dort nicht mehr. Viele andere, die noch geblieben sind, lassen sich im Support aus und ärgern sich. Mich amüsiert das Ganze, denn ich betrachte es mehr oder weniger aus der Ferne.
Hier gibt es noch viel zu tun. Leider schaffe ich es nicht, ein schönes Hintergrundbild zu bekommen, aber mein Administrator wird mich sicher helfen, wenn er mal hier ist...
Im Moment singt er mit seinem Gospelchor und ich mache mir einen gemütlichen Abend vor unserer kaputten Flimmerkiste.

Ich habe einen Ghostwriter

Bei 20six kommentiert noch immer fleissig jemand in meinem Namen.
Frau Schaaf hat mich daraufhingewiesen, dass im Blog von MehrLicht ein Kommentar steht, in dem "Sandhexe" erklärt, dass sie bei 20six bleiben möchte.
Das ist für mich nur noch ein Grund mehr, dort nicht mehr zu schreiben.
Irgehdjemand will da alle aufmischen. Soller es versuchen, wenn er/sie nicht genug Spaß in realen Leben findet. Eigentlich tut er(sie mir leid.

8
Dez
2005

Er ist wieder da

..mein Mann und sein fahrbarer Untersatz. Beide sind gut durch das Wetter gekommen. Franzl geht es allerdings schon den ganzen Tag nicht so gut. Er hat wieder einen leichten Schwächeanfall. Doch da kein Arzt etwas findet, lohnt es sich für ihn nicht mehr dort hinzugehen. Nun liegt er auf der Couch und ich hoffe, dass es ihm bald wieder besser geht.
Wie kann man denn krank sein, wenn man gesund ist?

Es geht rund bei 20six

Viel wird geredet und nicht wird gesagt. Es ist wie mit der Politik. Nur ist in der Politik zumindest ein Teil der Wählerschaft auf Seiten der Politiker, was hier im 20six momentan kaum der Fall ist.

Ich bin jetzt hier und gewöhne mich immer mehr ein. Manches muss ich noch ausprobieren, aber das wird schon.
Scheinbar sind die Leser hier weniger kommentarfreudig, oder ich werde einfach noch nicht gelesen.
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