15
Apr
2008

22 ist wirklich sehr alt - heute

"Was können wir denn jetzt noch gucken?" fragte ich Franzl eben
mit Blick auf den Fernseher. " Ihr könnt zugucken wie ich alt werde" hörte ich mein Küken aus der Küche rufen.
Meine Jüngste dekoriert gerade einen Kuchen, den sie morgen für ihre Kollegen mitnehmen möchte. 22 Jahre ist sie morgen jung.
Achja, in ihrem Alter war ich noch jung, verliebt, frisch verheiratet und kinderlos.

Langeweile - was ist das?

Weil heute die Busse hier in der Region streiken, musste ich schon ganz früh mit Franzl zu meiner Mutter fahren. Der arme Mann durfte Frau und Tochter heute schlaftrunken durch die Gegend kutschieren.
Bei meiner Mutter traf ich noch vor der Pflegerin ein, die sie morgens medizinisch versorgt, wäscht und anzieht
Und weil die Busse den ganzen Tag über streiken, blieb ich bei meiner Mutter bis mich jemand dort abholen konnte. Das waren acht lange Stunden.........
Und weil ich noch nicht müde genug war, wartete anschließend noch ein Treffen in den kirchlichen Räumen auf mich.
Und weil ich nicht genug zu tun habe, brachte mir dieses Treffen ein volles Programm für das kommende Wochenende - von Donnerstagnachmittag fast nonstop bis Sonntagabend.
Und weil das alles auch noch nicht genug ist, erfuhr ich über unseren Anrufbeantworter, dass demnächst ( wirklich?) Kinder auf Betreuung warten.
Wenn mich jetzt jemand sucht - ich bin für den Rest des Abends auf der Couch.

14
Apr
2008

bunt gemischt in der Kirche

Heute feierten wir mit unseren Kommunionkindern den Danksagungsgottesdienst für die Erstkommunion.
Aus diesem Anlass war die gesamte Schulklasse eines der Kommunionkinder zu Gast in unserem katholischen Gotteshaus. Es war nett anzusehen, wie die Mitschüler des Mädchens am Gottesdienst teilnahmen. Fröhlich sangen auch die kleinen Moslems "Halleluja, Jesus lebt" - warum auch eigentlich nicht?
Anschließend wurde fotografiert bis die Kirche wackelte. Kind mit Kerze, Kind vor dem Altar, Kind mit Pfarrer, Kind mit Gruppenleiterin, Kind vor dem Kreuz - ach da war kein Ort, an dem nicht fotografiert wurde..........

13
Apr
2008

Am siebten Tage sollst du ruhn

Gut, das ist wohl auch der tiefere Sinn des Sonntags. Ich habe allerdings heute nicht wirklich geruht. Morgens haben wir einen wunderschönen feierlichen Erstkommuniongottesdienst gefeiert. Dann gab es für mich einen Szenenwechsel der besonderen Art.
Ich befand mich plötzlich auf einem Rennplatz und wurde irgendwann sogar namentlich an den Start gerufen. Doch für mich müssen die Veranstalter schon mehr auffahren als ein Lammfell, wenn sie wünschen dass ich dem Wagen bis ins Ziel folge. Eine Kanne Kaffee, ja dafür hätte ich zumindest mal kurzfristig überlegt. Doch mit Kaffee versorgte mich ein netter Freund auch so. Ich musste nicht rennen und konnte einfach nur so zusehen.
Danach gab es noch ein spätes Mittagessen bei uns und zur Krönung des Tages sahen wir dann noch ein Hochzeitsvideo.
Alle waren begeistert, nur eine nicht, denn die Couch war besetzt obwohl heute der siebte Tag war.

12
Apr
2008

Ich freue mich auf morgen

Zunächst ist morgens der feierliche Gottesdienst der heiligen Erstkommunion meiner Kommunionkinder, die ich nun seit vielen Monaten auf ihrem Weg dorthin begleiten durfte. Das wird eine schöne Feier, die die Kinder hoffentlich nie vergessen werden.
Anschließend treffen Franzl und ich liebe Freunde und habe sicher wieder jede Menge zu ratschen.
Ach, das wird ein wunderschöner Tag. Er wird mir gut tun.

Im tiefen Keller

Wäsche waschen wollte ich. Das war dringend nötig, denn es hatte sich schon einiges angesammelt. Ich stieg also in den Keller und füllte die Trommel der Waschmaschine. Beim Öffnen des Waschpulverpaketes sah ich auf dessen blanken Boden. Das war kein Problem, denn im Heizungskeller mussten noch zwei Pakete aus dem letzten Sonderangebotseinkauf ( das war während der Fußball WM) stehen.
Ich öffnete die Tür und drehte den Lichtschalter herum. Finster war es und ein merkwürdiges Geräusch war zu hören. Würde mir jetzt gleich die Heizungsanlage um die Ohren fliegen? Ich erschrak und stellte dann aber fest, dass es das Knarren der Tür war, was ich da hörte.
Nun fiel mein Blick auf den Fußboden und wieder stand ich erschrocken da. Ein riesiger Käfer lief immer vor mir her. Was konnte das nur für ein Ungeziefer sein? Alle möglichen Ideen tummelten sich in meinem Kopf. Ich versuchte auf den immer in Bewegung bleibenden Käfer zu treten, traf ihn aber nicht. ( Eigentlich töte ich keine Tiere, aber dieses war mir zu unheimlich)
Nach vielen Fehlversuchen und nachdem ich mich wieder etwas beruhigt hatte, musste ich zu meiner Erleichterung feststellen, dass vorn an meinem Hausschuh ein Fussel an einem Faden hing, der schnell immer vor mir her huschte.
Mensch, meine Nerven - ich glaube, ich brauche dringend mal Entspannung.

11
Apr
2008

Wahnsinn

In Kürze ( also noch in diesem Monat) sind Franzl und ich 35 Jahre verheiratet............

Frei -Tag

Heute habe ich vormittags Zeit für alles, was mit meinem eigenen Haushalt zusammenhängt. Kein Rennen zum Bus, keine Wünsche der Mutter im Zehn-Minuten-Takt, niemand ist da, der meine Zeit einteilt.
In der Zeitung konnte ich mal wieder ungestört das lesen, was mich interessiert. Meinen Kaffee habe ich genossen und das Regenwetter ist mir völlig egal.
Am Nachmittag findet heute die Generalprobe mit den Kommunionkindern statt, damit am Sonntag auch alles gut klappt und die Kleinen sicher ist.
So, nun ruft das Einkaufszentrum nach mir und ich folge diesem Ruf damit unser Kühlschrank nicht mehr vor Hunger schreit. Heute habe ich schon nach meiner Kondensmilch gesucht, die ich ganz sicher dort gesehen hatte. Leider war sie im Kühlschrank meiner Mutter.......

9
Apr
2008

Die Tage gehen dahin

Irgendwie ist es immer gleich. Ich stehe auf, fahre zu meiner Mutter - bleibe dort bis 14 Uhr und trete dann den Rückweg an.
Mein Tagesablauf hat sich geändert. Eingekauft wird erst am Nachmittag und auch die Schmutzwäsche muss bis dahin warten.
Stattdessen komme ich meiner Mutter im hohen Alter etwas näher. Ich versuche sie zu verstehen und das gelingt mir immer öfter. Ihre Wutanfälle kann ich schon sehr gut deuten und von mir ablenken. Sie ist nicht unzufrieden mit mir, sondern mit ihrer Situation und für diese bin ich der Ansprechpartner.
Morgen stehe ich wieder um 9 Uhr mit Brötchen vor ihrer Tür, koche Kaffee, tröste, feuere an, überhöre, ermuntere und bin für sie da.

8
Apr
2008

Weiter geht es

mit dem Qualifikationskurs. Allerdings werde ich streiken. Nun, nach Ende der 40 Stunden ( die zum Schluss schon ohne mich stattfanden), wurde uns mitgeteilt, dass dieser Kurs nur zu einem vorläufigen Arbeitsverhältnis von einem Jahr berechtigt. Es müsse nun ein 100stündiger Kurs folgen............
Allerdings würden private Treffen, die unter den Teilnehmern stattfinden auch mit angerechnet. Ich zweifele langsam an allem, was damit zusammenhängt.
Für mich gibt es keinen Folgekurs, an dessen Ende ich eine Prüfung vor einer jungen Erzieherin ablegen muss, die sich ihr Unterrichtsmaterial "von irgendwo im Internet" besorgt und Sätze aus dem Zusammenhang nennt, die "irgendein Psychologe XY mal gesagt hat" - darauf kann ich wirklich gern verzichten.
Im Moment füllen mich die Aufgabe bei meiner Mutter vormittags und nachmittags die vielen ehrenamtlichen Termine völlig aus.
Ich schlafe oft schon vor der Tagesschau ein.

7
Apr
2008

Ich hätte große Lust

..etwas über die deutsche Bürokratie und ihre Wahnsinnsgestze zu schreiben - aber im Moment ist mir eher nach schlafen, das passt ja auch irgendwie..........
( man muss mich zur Zeit nicht verstehen, ich kanns ja selbst meistens nicht so wirklich)

Manchmal

...findet das Leben mehr zwischen den Zeilen statt.
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