Nikolaus und Advent
Irgendwann begann meine Laufbahn im Kindergarten. Viel ist mir davon nicht in Erinnerung geblieben. Ich weiss nur noch, dass ich es hasste, zu zweit und mit allen in einer Reihe irgendwohin zu gehen Achja und dann dieser grausame Besuch des hl. Nikolauses im Dezember. Alle Kinder sassen in einem grossen Kreis und am oberen Ende thronte Nikolaus und ganz in Schwarz daneben Knecht Ruprecht. Wir Kinder wurden einzeln aufgerufen und mussten vor die Beiden treten. Ich hatte Glück, dass meine kleine Schwester auch da war, so durften wir zusammen nach vorn gehen. Aus Erzählungen weiss ich, dass ich M. vor mir her schob und ihr sagte, sie müsse keine Angst haben, denn ich würde immer dicht hinter ihr bleiben. Dann standen wir also vor dem Mann, der abwechselnd aus dem goldenen und dem schwarzen Buch vorlas, was wir Gutes getan oder Böses verbrochen hatten. Die Eltern hatten richtig gepetzt. Irgendwann , wir standen inzwischen Hand in Hand und hielten uns gegenseitig fest, bildete sich unter uns beiden je ein kleiner See. Meine Güte, war ich immer froh, wenn dieser schreckliche Tag vorbei war!
Sonst ist mir nicht viel von dieser Zeit in Erinnerung geblieben. Bis auf ein Erlebnis, dass ich aber auch mehr vom Hörensagen kenne, zu dem ich aber dennoch einzelne kleine Bilder im Kopf habe.
Es war Adventszeit. Mein Vater hatte wie jedes Jahr ein Häuschen aus Pappe gebastelt, an dem jeden Tag ein Fenster geöffnet werden durfte. Es erschien immer ein schönes Bild, denn mein Vater konnte gut malen.
Ich hatte damals einen grossen Wunsch an das Christkind. Ich wollte einen Schlitten haben! Jeden Abend betete ich , dass der Wunsch in Erfüllung gehen solle. Meinen Eltern berichtete ich völlig sicher, dass ich zu Weihnachten einen Schlitten bekäme, denn ich hatte ja dafür gebetet. Sie machten sich viele Gedanken, wie sie mir denn am Heiligen Abend erklären würden, warum es nicht geklappt hatte. Ein Schlitten war einfach zu teuer. Es gab damals von Papa selbst angefertigtes Spielzeug, wie zum Beispiel eine wunderschöne Holzwiege für meinen Teddy Wolfgang.
Eines Tages, als unsere Familie im Schneetreiben spazierenging, wurde meine Mutter zu einer Frau an einem geöffneten Fenster gerufen. Leise erzählte sie ihr, dass ihre Kinder jetzt gross seien und sie noch einen Schlitten im Keller habe, den sie uns schenken wolle!
Am 24. Dezember stand also mein Wunschtraum unter dem Weihnachtsbaum und ich habe mich zwar riesig gefreut, aber nicht gewundert, dass es so war. Das "Wunder" hatten meine Eltern erlebt.
Sonst ist mir nicht viel von dieser Zeit in Erinnerung geblieben. Bis auf ein Erlebnis, dass ich aber auch mehr vom Hörensagen kenne, zu dem ich aber dennoch einzelne kleine Bilder im Kopf habe.
Es war Adventszeit. Mein Vater hatte wie jedes Jahr ein Häuschen aus Pappe gebastelt, an dem jeden Tag ein Fenster geöffnet werden durfte. Es erschien immer ein schönes Bild, denn mein Vater konnte gut malen.
Ich hatte damals einen grossen Wunsch an das Christkind. Ich wollte einen Schlitten haben! Jeden Abend betete ich , dass der Wunsch in Erfüllung gehen solle. Meinen Eltern berichtete ich völlig sicher, dass ich zu Weihnachten einen Schlitten bekäme, denn ich hatte ja dafür gebetet. Sie machten sich viele Gedanken, wie sie mir denn am Heiligen Abend erklären würden, warum es nicht geklappt hatte. Ein Schlitten war einfach zu teuer. Es gab damals von Papa selbst angefertigtes Spielzeug, wie zum Beispiel eine wunderschöne Holzwiege für meinen Teddy Wolfgang.
Eines Tages, als unsere Familie im Schneetreiben spazierenging, wurde meine Mutter zu einer Frau an einem geöffneten Fenster gerufen. Leise erzählte sie ihr, dass ihre Kinder jetzt gross seien und sie noch einen Schlitten im Keller habe, den sie uns schenken wolle!
Am 24. Dezember stand also mein Wunschtraum unter dem Weihnachtsbaum und ich habe mich zwar riesig gefreut, aber nicht gewundert, dass es so war. Das "Wunder" hatten meine Eltern erlebt.
sandhexe - 9. Dezember, 21:17
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