Nochmal Nikolaus weils so schön war......
Zurück zu meiner Kindheit
Nachdem wir in eine andere Wohnung gezogen waren, besuchte ich auch einen anderen Kindergarten. Dieser wurde von Nonnen geleitet. Sie konnten sicher manches, aber von Pödagogik hatten sie nicht sehr viel Ahnung.
Auch hier wurden St. Nikolaus und das Christkind wieder als Miterzieher missbraucht. Vor dem sechsten Dezember hiess es ""Vorsicht, der Nikolaus sieht alles, also seid brav..."" Anschliessend wurde dann das Christkind auf seinen Wachposten gestellt. Auch verschwanden in dieser Zeit Unmengen von Spielsachen, weil die beiden angeblich auch nichts besseres zu tun hatten, als das herumliegende Zeug mitzunehmen. Das reduzierte die Auswahl für uns beträchtlich.
Wenn dann am Nikolaustag der heilige Mann mit seinem Knecht Rupprecht kam, zitterten wir wieder alle. Besonders der schwarze Knecht, der Kettenrasselnd um das Haus und anschliessend durch das Zimmer lief, brachte auch den letzten Frechdachs zum Schaudern, Ein Junge landete sogar kurzfristig mal in dem grossen Sack.
Das war schon alles etwas merkwürdig.
Zuhause ging es feierlicher zu. Am Vorabend des Nikolaustages putzten wir unsere Schuhe und stellten sie anschliessend vor die Wohnungstür. Dann sangen wir vor dem Fenster Weihnachts- und Winterlieder, bis wir nicht mehr konnten. Manchmal wurden wir davon unterbrochen, dass die Tür einen Spalt breit aufging und eine Hand, die wir an dem Eheringes unseres Vaters erkannten, Nüsse oder Schokolade hereinwarf.
Am nächsten Morgen fanden wir unsere Schuhe gefüllt mit Nüssen, Marzipankartoffeln, Keksen und Schokolade vor. Geschenke gab es bei uns erst am Heiligen Abend.
So haben mein Mann und ich es auch für unsere Kinder übernommen.
Hier habe ich ein Gedicht angefügt, das ich einmal für eine Nikolausfeier schreiben sollte:
Wenn heut am Anfang des Advent
Bereits die zweite Kerze brennt
War in der Nacht wie jedes Jahr
Der Heilge Niklaus wieder da.
Vor einer sehr sehr langen Zeit
Lebte er fromm und hilfsbereit.
Nun ist es Brauch ihm zu Gedenken
Den Lieben einiges zu schenken.
Doch ob der gute heilge Mann
Das alles noch verstehen kann?
Was sich in manchem Stiefel findt
Das schadet mehr dem braven Kind.
Die Schuhe sind meist viel zu klein
Da passt die Masse nicht hinein:
Viel Kriegsgerät und Armbanduhren
Auch grauenvolle Spielfiguren
Sollen die Kinder dann erfreun.
Man wird das später mal bereun.
Kommt, lasst uns den Anfang machen!
Es gibt sie noch, die guten Sachen.
Apfel, Nuss und Mandelkern
Essen auch unsere Kinder gern!
Dazu vielleicht ein Engelshaar,
dann war Sankt Niklaus wieder da!
Nachdem wir in eine andere Wohnung gezogen waren, besuchte ich auch einen anderen Kindergarten. Dieser wurde von Nonnen geleitet. Sie konnten sicher manches, aber von Pödagogik hatten sie nicht sehr viel Ahnung.
Auch hier wurden St. Nikolaus und das Christkind wieder als Miterzieher missbraucht. Vor dem sechsten Dezember hiess es ""Vorsicht, der Nikolaus sieht alles, also seid brav..."" Anschliessend wurde dann das Christkind auf seinen Wachposten gestellt. Auch verschwanden in dieser Zeit Unmengen von Spielsachen, weil die beiden angeblich auch nichts besseres zu tun hatten, als das herumliegende Zeug mitzunehmen. Das reduzierte die Auswahl für uns beträchtlich.
Wenn dann am Nikolaustag der heilige Mann mit seinem Knecht Rupprecht kam, zitterten wir wieder alle. Besonders der schwarze Knecht, der Kettenrasselnd um das Haus und anschliessend durch das Zimmer lief, brachte auch den letzten Frechdachs zum Schaudern, Ein Junge landete sogar kurzfristig mal in dem grossen Sack.
Das war schon alles etwas merkwürdig.
Zuhause ging es feierlicher zu. Am Vorabend des Nikolaustages putzten wir unsere Schuhe und stellten sie anschliessend vor die Wohnungstür. Dann sangen wir vor dem Fenster Weihnachts- und Winterlieder, bis wir nicht mehr konnten. Manchmal wurden wir davon unterbrochen, dass die Tür einen Spalt breit aufging und eine Hand, die wir an dem Eheringes unseres Vaters erkannten, Nüsse oder Schokolade hereinwarf.
Am nächsten Morgen fanden wir unsere Schuhe gefüllt mit Nüssen, Marzipankartoffeln, Keksen und Schokolade vor. Geschenke gab es bei uns erst am Heiligen Abend.
So haben mein Mann und ich es auch für unsere Kinder übernommen.
Hier habe ich ein Gedicht angefügt, das ich einmal für eine Nikolausfeier schreiben sollte:
Wenn heut am Anfang des Advent
Bereits die zweite Kerze brennt
War in der Nacht wie jedes Jahr
Der Heilge Niklaus wieder da.
Vor einer sehr sehr langen Zeit
Lebte er fromm und hilfsbereit.
Nun ist es Brauch ihm zu Gedenken
Den Lieben einiges zu schenken.
Doch ob der gute heilge Mann
Das alles noch verstehen kann?
Was sich in manchem Stiefel findt
Das schadet mehr dem braven Kind.
Die Schuhe sind meist viel zu klein
Da passt die Masse nicht hinein:
Viel Kriegsgerät und Armbanduhren
Auch grauenvolle Spielfiguren
Sollen die Kinder dann erfreun.
Man wird das später mal bereun.
Kommt, lasst uns den Anfang machen!
Es gibt sie noch, die guten Sachen.
Apfel, Nuss und Mandelkern
Essen auch unsere Kinder gern!
Dazu vielleicht ein Engelshaar,
dann war Sankt Niklaus wieder da!
sandhexe - 9. Dezember, 21:14
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