Heute vor 57 Jahren
Am 16. Mai 1951 gaben meine Eltern sich in Hannover das Jawort. Es waren schwierige Zeiten damals. Meine Mutter, die mit ihrer Mutter, Tante und kleinem Bruder aus Schlesien geflüchtet war stand hier vor dem Nichts.
Mein Vater, dessen Eltern beide früh gestorben waren, wuchs allein mit seinen vier Geschwistern auf. Die beiden älteren Schwestern hatten die Elternrolle übernommen. Sie nahmen sich selbst zurück und sahen voller Stolz auf ihre Brüder, aus denen "etwas geworden ist", wie sie immer betonten.
Mein Vater, der in Hannover geboren und aufgewachsen ist, lernte zunächst bei einem jüdischen Rechtsanwalt. In der Nazizeit verlor er diese Stelle und wurde später als Soldat nach Russland geschickt. Die Zeit als Soldat fiel ihm besonders schwer und oft erzählte er mir, wie sehr er sich immer bemüht hätte, wenn es einmal wirklich zum Schiessen gekommen sei, daneben zu zielen.
Erhalten geblieben sind einige Briefe, die er an seine Geschwister in der Heimalt geschickt hat. Aus ihnen spricht sehr viel Gottvertrauen und Liebe zu den Schwestern und Brüdern in Hannover.
Meine Eltern lernten sich kennen und lieben. Es gab eine Verlobungsfeier vorweg, denn Feiern wurde in der Familie meines Vaters groß geschrieben. Und wie sie alle feiern konnten! Da wurde musiziert, gesungen und gelacht. Main Vater hatte sich das Spielen auf einigen Musikinstrumenten selbst beigebracht. Das waren Geige, Klavier, Orgel und verschiedene Flöten.
Bei dieser fröhlichen Gesellschaft machte es auch nichts, dass kaum Geld da war. Jeder Gast brachte etwas zu Essen mit und dann wurde nur noch gefeiert. Nach dem Krieg wurden viele Lehrer gesucht und mein Vater begann ein Schnellstudium. Er ging dann an eine Volksschule und wurde später unter anderem auch mein Religionslehrer in meinen ersten vier Schuljahren.
Ja, das ist nun alles schon eine halbe Ewigkeit her und meine Mutter sitzt an ihren Hochzeitstagen seit 35 Jahren schon allein mit ihren Erinnerungen.
Heute habe ich ihr Fisch gebraten, Salat dazu gemacht und zum Kaffee gab es Erdbeerkuchen. Ihre Lieblingsblumen bekommt sie zum Geburtstag. Sie mag Gladiolen so gern und die kann man erst im Jul kaufeni. Mein Vater hatte ihr jedes Jahr einen Strauss davon geschenkt. Seit er gestorben ist, habe ich das übernommen.
Mein Vater, dessen Eltern beide früh gestorben waren, wuchs allein mit seinen vier Geschwistern auf. Die beiden älteren Schwestern hatten die Elternrolle übernommen. Sie nahmen sich selbst zurück und sahen voller Stolz auf ihre Brüder, aus denen "etwas geworden ist", wie sie immer betonten.
Mein Vater, der in Hannover geboren und aufgewachsen ist, lernte zunächst bei einem jüdischen Rechtsanwalt. In der Nazizeit verlor er diese Stelle und wurde später als Soldat nach Russland geschickt. Die Zeit als Soldat fiel ihm besonders schwer und oft erzählte er mir, wie sehr er sich immer bemüht hätte, wenn es einmal wirklich zum Schiessen gekommen sei, daneben zu zielen.
Erhalten geblieben sind einige Briefe, die er an seine Geschwister in der Heimalt geschickt hat. Aus ihnen spricht sehr viel Gottvertrauen und Liebe zu den Schwestern und Brüdern in Hannover.
Meine Eltern lernten sich kennen und lieben. Es gab eine Verlobungsfeier vorweg, denn Feiern wurde in der Familie meines Vaters groß geschrieben. Und wie sie alle feiern konnten! Da wurde musiziert, gesungen und gelacht. Main Vater hatte sich das Spielen auf einigen Musikinstrumenten selbst beigebracht. Das waren Geige, Klavier, Orgel und verschiedene Flöten.
Bei dieser fröhlichen Gesellschaft machte es auch nichts, dass kaum Geld da war. Jeder Gast brachte etwas zu Essen mit und dann wurde nur noch gefeiert. Nach dem Krieg wurden viele Lehrer gesucht und mein Vater begann ein Schnellstudium. Er ging dann an eine Volksschule und wurde später unter anderem auch mein Religionslehrer in meinen ersten vier Schuljahren.
Ja, das ist nun alles schon eine halbe Ewigkeit her und meine Mutter sitzt an ihren Hochzeitstagen seit 35 Jahren schon allein mit ihren Erinnerungen.
Heute habe ich ihr Fisch gebraten, Salat dazu gemacht und zum Kaffee gab es Erdbeerkuchen. Ihre Lieblingsblumen bekommt sie zum Geburtstag. Sie mag Gladiolen so gern und die kann man erst im Jul kaufeni. Mein Vater hatte ihr jedes Jahr einen Strauss davon geschenkt. Seit er gestorben ist, habe ich das übernommen.
sandhexe - 16. Mai, 16:34
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